Diese Spitzmaschine ist ebenfalls an die Jupitermodelle angelehnt. Auch bei ihr wird mittels eines Schlittens der Stift gegen den Fräser gedrückt und durch den Scheibenfräser mittels Kurbelantrieb gespitzt. Die Maschine selbst ist wohl aus einer
Aluminiumlegierung, montiert auf einer Holzplatte. An der Seite befindet sich ein Abziehbild mit dem
Wort "Kastro" und einer tschechischen Adresse. Der Name "Kastro" ist die
Kurzform der Wörter "Kancelarske" (=Büro) und "Stroje" (=Maschinen). Es handelt
sich um eine Firma, die Büromaschinen verschiedenster Hersteller verkauft. Die
Firma existiert heute noch und hat allein in Prag mehrere
Geschäfte. Für diese Informationen möchte ich mich bei einen Sammlerkollegen
herzlich bedanken.
Mittlerweile konnte ich ein weiteres Modell sichten, welches neben den oben
bereits erwähnten Abziehbild noch ein weiteres auf der Kurbel hat. Dieses ist
ebenfalls mit den Namen "Kastro" beschriftet. Spätere Maschinen,
solche mit Bakelitantriebsrad, haben einen "OMES ZAK. Chraneno Made in
Czecheslovakia" Schriftzug. Sehr selten taucht auch der Schriftzug ESA oder
EZZA an dieser Maschine auf. Ob es sich dabei um den gleichen Hersteller
handelt, kann noch nicht abschliessend gesagt werden. Die genannten Maschinen
sind bis auf sehr wenige Details absolut baugleich.
Zu dieser Maschine gibt es einen Spänebehälter, leider
fehlt dieser nahezu immer. Die wenigen Maschinen die ich bisher zu Gesicht bekommen habe, hatten alle
keinen mehr.
Dieses Modell gibt es, ebenfalls
wie die Jupiter, auch als Version mit einem Bakelitantriebsrad. Es gibt keine Minenlängeneinstellung und keine Stiftbremse wenn die Mine spitz ist. Das kleine Zahnrad ist aus Perkelit (Leiterplattenmaterial). Sollte die Maschine mal klemmen nicht mit Gewalt weiter drehen, da diese Zähne leicht abbrechen können! Das Baujahr kann leider nur grob geschätzt werden, da mir
keinerlei Unterlagen vorliegen. Als
Detailunterschiede sind bekannt: Antriebsrad
aus Metall oder Bakelit.
Stiftschlitten mit und ohne extra Stift zur besseren Handhabung.
Die Fläche, dort wo der Spänebehälter stehen sollte, ist bei einigen
Modellen nur als Rahmen ausgebildet, in den meisten Fällen jedoch komplett
geschlossen, wie auf den hier gezeigten Bildern. Man
könnte auch die Theorie vertreten, dass nur die (späteren) Modelle, die mit
dem offenen Boden einen Spänebehälter hatten, da dieser bisher nur von einer
Maschine her bekannt ist. Das entspricht einer Verlustrate von nahezu 100 %.
Selbst bei der SB, wo der Behälter extrem häufig fehlt, liegt die
Verlustrate bei ca. 63%.
Auch verfolge ich gerade eine weitere Theorie: Es gibt einen Hinweis, dass
diese Maschine der Vorgänger der SB
sein könnte... |