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Lange Zeit habe ich gerätselt in welchen
Zusammenhang die ASIS in die DDR Spitzmaschinenproduktionsgeschichte einzuordnen
ist. Dann wurde endlich mal eine Asis in Originalverpackung und Beschreibung auf
Ebay angeboten. Aus diesen Beschreibung geht hervor, dass die Asis bereits ab 1964 bei VEB Feintechnik Eisfeld (FTE) gebaut wurde. Sie wurde
also zeitgleich mit der FTE 120 gebaut. Der Verkäufer war so nett mir einen Scan
der Beschreibung zu schicken, da ich das Konvolut leider nicht ersteigern
konnte.
Wie der Zufall es wollte, kurze Zeit später
kam eine zweite Asis samt OVP und Beschreibung zur Auktion, diesmal lies ich mir
nicht die Butter vom Brot nehmen und holte mir das Konvolut. Zu meiner
Überraschung wurde diese Asis schon bei ASW in Werdau gebaut.
Dank den beiden verschiedenen Beschreibungen weis ich nun, dass die ASIS auch für eine Wandmontage
geeignet ist. Dazu lässt sich das komplette Gehäuse um 90°C versetzt
zusammenbauen (siehe Foto weiter unten)! Die Asis
selbst ist ein häufiger Bekannter
auf Trödelmärkten, hauptsächlich im Osten. Sie war mit die Standardspitzmaschine in
den Sechzigern und Siebzigern in der DDR. Ihre Robustheit (bis auf den Spänebehälter)
hat zahlreiche Modelle bis heute überleben lassen. Nur wenige wissen
allerdings, dass es mindestens zwei verschiedene Modelle gibt, die sich auf den
ersten Blick kaum unterscheiden. Dennoch sind zahlreiche Unterschiede vorhanden.
Bei einem 3. Modell ist ein anderer Griff und andere Gummifüsse montiert.
Ob die Buchstaben A S I S für etwas
bestimmtes stehen weis ich leider nicht. Unter der
Maschine befinden sich 4 Gummifüsse die ebenfalls des öfteren
fehlen.
Ein interessantes Detail am Rand: Die Asis kostete anfangs 19,30 MDN*, später
als sie von ASW gebaut wurde sogar 20,30 M! Sie war damit um einiges teurer als
die zeitgleich produzierte FTE/ASW 120 die nur 13,80 DM kostete. (Ja auf dem
Karton steht wirklich DM!!!) |