Faber - Faber-Castell
| Letztes Aktualisierung am 20.11.2005 Farbvariante der 52/10 aufgetaucht |
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Ich habe mich lange gedrückt über die Faber - Spitzmaschinen zu berichten. Nicht zuletzt hängt das mit den verwirrenden Zusammenhängen zwischen Faber (A.W.), Faber Castell (FC), Johann Faber (JoFa) und Eberhard Faber (van Dyke) zusammen. Einen Teil habe ich ja schon bei der
Apollo erwähnt. Die Firmengeschichte u.s.w. entnehmen sie bitte der
offiziellen Faber-Castell Seite, die sie unter
www.Faber-Castell.de
finden. |
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A. W. Faber |
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A.W.Faber 52/1 |
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A.W. steht im übrigen für Anton Wilhelm, einem Nachfahren des Firmengründers Kaspar Faber. Die erste Spitzmaschine von Faber ist die 52/1 die 1936 auf dem Markt kam. Für ihre Zeit war sie ein fortschrittliches Modell, da sie bereits einen Zylinderfräser und schon einen automatischen Stifteinzug (Selffeeder) hatte. Sie setzte damit nicht mehr auf das sich schnell abnutzende Prinzip der Cutter-Maschinen. Die 52/1 besteht aus schwerem Metall, montiert auf einer Holzplatte. Das "Uhren"-Design sollte für lange Zeit wegweisend sein. |
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Auf einem Werbeblatt was mir vorliegt, ist
noch von einer identischen 52/15 die Rede: "Derselbe Spitzautomat, jedoch mit vergrössertem Spänebehälter". Diese
Maschine ist allerdings so selten, dass ich sie noch nie gesehen habe. Die
Bezeichnung 52/15 wurde obendrein später ein weiteres mal verwendet. |
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| A. W. Faber 52/12 | ||
Bereits 1941 wird die neue 52/12 vorgestellt. Ihr Design orientiert sich dabei sehr stark am Vorgänger. Sie kommt ausschliesslich mit sechs Backen daher. Drei gezahnte Klemmbacken, und drei weitere, dünnere Zentrierbacken die dahinter liegen. Auf dem Spannfutter wird Stolz das "D.R.P. angemeldet" erwähnt. Diese Maschine besteht nun komplett aus Bakelit. Der Schriftzug ist nicht extra aufgenietet, sondern gleich ins Bakelit eingelassen. |
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Die 52/12 ist um einiges seltener als die nachfolgende 52/14. Auch als JoFa 152/12 erhältlich. |
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| A. W. Faber 52/14 | ||
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Die 52/14 ist nahezu identisch mit der 52/12, ich konnte nur eine andere Fräserhalterung samt Kurbel und Griff feststellen, sowie der Patentschriftzug verschwindet wieder vom Stifteinzug. Der 52/14 sollte eine sehr lange Bauzeit zu Teil werden, 1969 wird sie letztmalig in meinen Faber-Kopien erwähnt. Während dieser Zeit hatte Faber stellenweisse gleichzeitig vier verschiedene Spitzmaschinen im Programm! |
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| A. W. Faber 52/15 |
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Leider fehlt mir dieses Modell noch. Es handelt sich dabei um eine Metallspitzmaschine, mit vergrösserten Späneauffangbehälter. Leider hat es dieses Modell wohl nicht sehr lange gegeben, so dass dieses Modell heute extrem selten zu finden ist. Auch in meinem recht umfangreichen Faber-Archiv wird diese Maschine nur einmal um 1940 erwähnt. Die Bezeichnung 52/15 wurde dann später ein weiteres mal verwendet s.u.. |
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A. W. Faber-Castell |
| A. W. Faber Castell 52/14 "Späte Ausführung" | ||
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Dieses Modell unterscheidet sich in
einigen Punkten zu dem Basismodell. Zu erst sei das überarbeitete Logo
zu erwähnen, welches nun den kompleten A.W.Faber-Castell Schriftzug
sowie ein "Made in Germany" enthält. Siehe Bild rechts. |
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| A. W. Faber Castell 52/20 und 52/20 N | |||
1948/49 wird die neueste Spitzmaschine, die 52/20 vorgestellt. Anfangs noch in schwarz, wird sie später auch in grünem Schrumpflack und ab ca. 1955 in grüner Hammerschlaglackierung angeboten. BASF entwickelte 1954 das Farbadditiv um Hammerschlaglackierungen zu ermöglichen, daher die Jahreszahlenschätzung. Diese Maschine ist bis heute die bekannteste Maschine, die dank ihrer Robustheit als nahezu unkaputtbar gilt. Die ersten Modelle haben noch ein aufgenietetes Schild, was bei den schwarzen Modellen sogar noch aus Messing ist. Bei den 52/20 N Modellen wurde es in den letzten Produktionsjahren nur noch aufgeklebt. |
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Grundlegende Unterschiede gibt es zwischen den normalen 52/20 und den N Modellen nicht. Ich konnte nur einen veränderten Kurbelgriff (dieser soll aber auch schon bei den 52/20ern verwendet worden sein) und eine umgestaltete Fräsereinschraubung feststellen. Bei den "N" Modellen verschwand der "Germany" Schriftzug auf der Rückseite. |
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| A. W. Faber Castell 52/25 auch 52/25 N | ||
Um 1955 wurde dann auch die 52/25 in die Produktion aufgenommen. Anfangs hatte der Plaste-Spänebehälter noch einen Blauton, der später einem fabertypischen "Castellgrün" wich. Auch von diesem Modell gibt es eine "N" Variante, die sich allerdings nur in einem anderen Kurbelgriff sowie den grünem Spänebehälter unterscheidet. Das Design der Spitzmaschine schlägt völlig aus der Art, unsymmetrisch und doch schick. Auch hier gibt es geklebte und genietete Typenschilder. |
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| A. W. Faber Castell 52/18 | ||
Warum sich Faber zu einer niedrigeren Nummer
hinreissen lies, lässt sich heute nur vermuten, da die Maschine einfacher/kleiner
gestaltet war, sollte dass wohl auch in der Typenbezeichnung rüberkommen. Die
52/18 ist eine Maschine die nur für dünnere Stifte geeignet ist, sie wurde aus
Pressstoff gefertigt. Dieser hat den Nachteil sich im Laufe der Jahre stark zu
verfärben. Aus dem ehemaligen Castellgrün (was man sehr gut an der Kurbel sehen
kann) wird ein hässlicher Braunton. |
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Faber-Castell |
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Faber-Castell 52/10 |
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Um 1969/70 muss bei Faber etwas einschneidendes
passiert sein. Gab es eine Finanzkrise? Das Spitzmaschinenprogramm wurde
komplett überarbeitet. Sämtliche bisher (aufwändig) produzierten Maschinen
wurden eingestellt und die Produktion auf Plastik umgestellt. Aber auch beim
Design wurde auf quadratisch umgestellt. Eckig war jetzt gross in Mode! Auch die "Ohren" wurden bei den Maschinen angelegt... Kleine Unterschiede gibt es bei dem Faber Castell Logo, bei dem grünem Modell ist es nur noch aufgedruckt, während es bei den beiden anderen reliefartig in den Spänebehälter eingelassen ist. |
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| Faber-Castell 52/15 | ||
Die 52/15 ist der 52/10 auffallend ähnlich, nur wurde ihr wenigstens ein Metallzahnkranz und eine Minenlängeneinstellung spendiert. Im Gegensatz zur 52/10 wird hier der Behälter vorne entnommen. Mit den beiden Plastikmaschinen sollte vorsichtig gespitzt werden, an/abgebrochene Kurbeln sind keine Seltenheit. |
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Auch werden diese beiden Maschinen -trotz ihrer langen Bauzeit- kaum auf Ebay
angeboten, was für einen hohen Verlustgrad spricht. |
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Faber Castell 181463 und FC 180901 |
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Mit der 52/10 und der 52/15 endet das eigenständige
Spitzmaschinenprogramm bei Faber-Castell. Ab spätestens 1995 werden nur
noch Gemeinschaftsproduktionen mit Dahle angeboten. Ein Bsp. dafür, ist
die FC 181463, eine Grossspitzmaschine, die baugleich als Dahle 166
angeboten wird. Dahle hat die 166er allerdings schon seit mindestens 1983(!) im Programm.
Eine amerikanische Patentschrift aus dem Jahr 1973 (!!!) zeigt diese
Maschine bereits in der hier gezeigten Bauform! Diese Maschine ist
allerdings nicht mehr bei FC im Angebot. Eigentlich Schade, das sich eine solche Traditionsfirma keine eigene Spitzmaschinenherstellung mehr leistet. |
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